Trotz positiver COVID-19-Nachrichten von der EZB mehr Erleichterung

Letzte Woche drehte sich alles um die EZB und die positiven Impfstoffnachrichten von Pfizer-BioNTech. Die Woche begann mit einem Knall, als die beiden Unternehmen eine Wirksamkeit ihres Impfstoffs von mehr als 90% ankündigten – weit höher als erwartet.

Als solche brachen die Aktienmärkte auf der ganzen Welt höher. Der Dow Jones und der S & P500 erreichten neue Allzeithochs und übten weiteren Druck auf den USD aus. Als solche, AUDUSD, EURUSD, GBPUSD – sie alle kamen voran.

Angesichts eines durchweg stärkeren Euro war das andere Ereignis der Woche das EZB-Forum für Zentralbanken. Es versammelte Jerome Powell von der Fed und Andrew Bailey von der Bank of England und wirkte sich stark auf die Euro-Paare aus.

EZB wird im Dezember mehr erleichtern

Die wichtigste Erkenntnis aus dem virtuellen Forum der EZB ist, dass die Zentralbank im Dezember noch etwas nachlassen wird. Die Idee dahinter ist, dass wir trotz positiver Nachrichten über einen möglichen Impfstoff noch weit von einer Massenimpfung entfernt sind und die Entwicklung einige Zeit in Anspruch nimmt.

Daher versprach die EZB eine weitere Lockerung, jedoch nicht in Form neuer Zinssenkungen. Stattdessen versprach sie, durch Ausweitung des PEPP-Programms und wahrscheinlich durch weitere Verbesserung der Kreditbedingungen im Rahmen der TLTRO-Programme zu handeln.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die EZB vorab zu einer Lockerung verpflichtet, aber die gesendete Nachricht ist eine der stärksten, die es bisher gab. Nach dem Treffen im Oktober sehen viele Analysten die Rede von Lagarde aus der letzten Woche als eine der mächtigsten an, die es bisher gab.

Wie die obige Grafik zeigt, fällt es der EZB schwer, die angestrebte Inflation zu erreichen. Die Jahresrate (in Blau) fiel unter das Nullniveau, was es schwierig macht, in Zukunft höhere Inflationserwartungen zu schaffen.

Während die EZB eine Zinssenkung des Zinssatzes für Einlagenfazilitäten in den negativen Bereich ausschloss, könnte der Zinssatz für die TLRTOs weiter unter -1% sinken. Wenn dies der Fall ist oder wenn die EZB noch weiter geht und die Dezember-Sitzung noch lockerer macht, sollte der Euro von den Höchstständen korrigieren.

Apropos Euro und Hochs: Das EURUSD-Paar liegt bei einer starken Rallye, die am vergangenen Freitag endete, wieder über 1,18. Trotz der Lockerung der EZB sah der Markt den Schritt der Zentralbank als proaktiv an und kaufte den Euro.

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